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Sprachkompetenz in Ausbildung und Beruf. Übergänge und Transformationen
ZHSF, Zürcher Hochschulinstitut für Schulpädagogik und Fachdidaktik der Universität Zürich, der ETHZ und der Pädagogischen Hochschule Zürich
Zürich, 4.-6. Februar 2010
Frist für die Einreichung von Beiträgen ist der 31. August 2009.
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Plenarvorträge Jean-Paul Bronckart, Université de Genève Susanne Günthner, Universität Münster Gunther Kress, University of London Katrin Lehnen, Universität Giessen Danièle Moore, Simon Fraser University, Vancouver
Thema Die Beschreibung, Modellierung und Optimierung von Sprachkompetenzen sind seit Langem ein Kerngebiet der Angewandten Linguistik. Durch den Einfluss von Sprachgebrauchsforschung, Sprachdidaktik und Soziolinguistik wurden sie in den letzten Jahren neu definiert und beforscht. Im Fokus stehen Dimensionen des Lehrens und Lernens von Sprache (zum Beispiel im kompetenzorientierten Unterricht), des Messens und Bewertens von Sprachkompetenz wie die Professionalisierung der Vermittlung von Sprachen und Sprachkompetenzen. Da in den Bildungswissenschaften sprachliche und kommunikative Kompetenzen als wesentliche Dimensionen der Lern- und Studierfähigkeit gelten, erstaunt es nicht, dass die Einführung von Sprachstandards schon in den untersten Stufen der Schulen auf der bildungspolitischen Agenda steht.
Das Kolloquium möchte jedoch ganz besonders dazu anregen, das Interesse an Sprachkompetenzen in Ausbildung und Beruf auf die Frage der „Übergänge und Transformationen“ lenken. Dabei sollen verschiedene Arten von Übergängen thematisiert werden: von der Mündlichkeit in die Schriftlichkeit (wie beispielsweise die immer wichtiger werdende Rolle der schriftlichen Kommunikation im beruflichen Alltag) oder diejenige vom Nicht-Standard zum Standard (als ein Registerwechsel oder als Grammatikalisierung beispielsweise), aber auch Übergänge von monolingualen zu multilingualen Praktiken und Kontexten (beispielsweise durch den vermehrt auch gemischtsprachigen Unterrichtskontext an Schulen und Universitäten).
Kompetenzen interessieren auch hinsichtlich verschiedener Betrachtungswei-sen, als Zusammenhang von Konzepten und beobachteter „Realität“ in der O-perationalisierung, als Transfer von Theorie zu Praxis sowie als Differenz zwi-schen der Präsenz in der Face-to-face-Situation oder im formulierten Text zur Interaktionskonstellation in der Virtualität und dem E-Learning.
Im Fokus stehen dabei sprachliche und in der Kommunikation sich artikulieren-de Übergänge, wie sie sich zwischen verschiedenen Milieus oder Gruppen sowie zwischen Alters-, Entwicklungs- wie auch Schulstufen bemerkbar machen: von der Lehre zur Berufsausübung, von der Primarschule zur Sekundarschule, vom Gymnasium zur Universität. Hier können Kompetenzen sowohl als Parameter der Identitätsstiftung wie auch als Indikator für die Verteilung von Ressourcen analysiert werden.
Publikation Es ist eine Publikation ausgewählter Beiträge im Bulletin VALS-ASLA geplant.
Organisationskomitee Jean-François de Piétro (Université de Neuchâtel) Ingrid de Saint-Georges (Université de Genève) Aleksandra Gnach (ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) Daniel Stotz (Pädagogische Hochschule Zürich) Eva L. Wyss (ZHSF, Zürcher Hochschulinstitut für Schulpädagogik und Fachdi-daktik der Universität Zürich, der ETHZ und der Pädagogischen Hochschule Zürich)
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