Fachsprachenforschung

Die Fachsprachenforschung ist einer der Kernbereiche angewandter Linguistik mit Beziehungen sowohl zu deren traditionellen Arbeitsfeldern - Sprachenlehren und -lernen, (Fremd-)Sprachdidaktik - wie zu Feldern angewandter Linguistik ausserhalb eines eng sprachlehrbezogenen Rahmens - z.B. Anwendung in Wirtschaft, Verwaltung, Technischer Kommunikation etc.


 


Die Interessengruppe Fachsprachenforschung ist in mehrfachem Sinne eine Interessengruppe, nicht nur eine Interessengruppe für Fachsprachenforschung oder von Fachsprachenforschenden, sondern auch eine Gruppe, die an Fachsprachenforschung interessiert ist.


 


Wir sind an allen Bereichen der Fachsprachenforschung und den verschiedensten Aspekten ihrer Anwendungen interessiert. Das umfasst Themen, wie z.B. Fachwortschatz, Fachterminologien, Fachtextlinguistik, fachliche Kommunikationskulturen, Wissenschaftssprache und Popularisierung, Verständlichkeit von Fachtexten, Darstellungsformen in den Wissenschaften, didaktische Aspekte und unterrichtsbezogene Anwendungen, Betriebslinguistik, Technische Kommunikation usw.


 


Wir sind also in einem breiten Sinne an der Auseinandersetzung mit fachlicher Kommunikation interessiert, von sprachsystematischen bis hin zu pragmatischen, von fremdsprachdidaktischen bis hin zu wissenschaftstheoretischen Fragestellungen.


 


Der vorhergehende Abschnitt beschreibt natürlich kein Arbeitsprogramm für die Interessengruppe, sondern ist eine Erklärung ihrer Offenheit für die verschiedensten Aspekte der Fachsprachenforschung. Ziel der Interessengruppe ist neben punktueller, bilateraler Zusammenarbeit eine gute gegenseitige Vernetzung mit einem möglichst breiten Informationsaustausch.


 


Zur Zeit werden folgende Themen intensiver verfolgt: Popularisierung von Wissenschaft (wissenschaftliche Fachsprache und Wissenschaftsvermittlung), kontrastive Fachtextlinguistik (D-F), Fachsprachenforschung und Verständlichkeitsforschung sowie Darstellungsformen in den Wissenschaften in einer Übergreifend allgemeinen wie in einer didaktisch-angewandten Sicht (Studierfähigkeit in der Fremdsprache).


 


Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Themen der Fachsprachenforschung und ihrer Anwendungen ist eine in der Schweiz nur vereinzelt vertretene linguistische Forschungsrichtung. (Vgl. die Aussage von Siegfried Wyler 1990: "Im Gegensatz zu den umliegenden Ländern, Deutschland, Frankreich auch Italien, kann in der Schweiz kaum von Fachsprachlehre und -forschung gesprochen werden."). Eines der wichtigsten Ziele der Interessengruppe Fachsprachenforschung ist es deshalb, dazu beizutragen, die Fachsprachenforschung zu fördern, ihre Visibilität zu verbessern und sie stärker in der schweizerischen Lehr- und Forschungslandschaft zu verankern.


Ziele

Gegenseitiger, möglichst breiter Informationsaustausch für sämtliche Bereiche der Fachsprachenforschung (z.B. Bibliographien zu Einzelfragen und spezifischen Bereichen)


 


Förderung der Zusammenarbeit und der gegenseitigen Vernetzung durch Aufbau eines "Informationsnetzes" für Themen aus allen Bereichen der Fachsprachenforschung und ihrer Anwendungen


 


Zusammenbringen von Interessierten an Fachsprachenforschung und ihren Anwendungen


 


Herstellung von Kontakten zu Personen und Institutionen der Fachsprachenforschung in Europa


 


Förderung der Fachsprachenforschung in der Schweiz und der Visibilität der schweizerischen Fachsprachenforschung


Aktivitäten

Pflegen regelmässiger Kontakte zur AILA-Interessengruppe Communication in the professions; zur Sektion Fachsprachliche Kommunikation der GAL (Gesellschaft für Angewandte Linguistik, Deutschland); zum Fachsprachenzentrum der Universität Leipzig; zum Forum für Fachsprachen -Forschung; ...


 


Durchführung einer Tagung Über Darstellungsformen in den Wissenschaften durch ein Mitglied unter Beteiligung anderer Mitglieder in Bern (Februar 1996)


 


Vertretung der Schweiz am 11th European LSP-Symposium in Kopenhagen August 1997 (LSP = Languages for Special Purposes)


 


Durchführung einer Sektion Wissenschaftssprache und Umgangssprache auf der Jahrestagung 1998 der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft durch zwei Mitglieder mit Beteiligung von Schweizer Vortragenden


 


Bestandesaufnahme der Fachsprachenforschung in der Schweiz


 


Informationsbörse zu Themen, Projekten und Personen im Bereich der Fachsprachenforschung in der Schweiz


 


Gründungsmitglieder

Kirsten Adamzik (Genf)
Peter Lenz (Fribourg)
Jürg Niederhauser (Bern)
Günther Schneider (Fribourg)


Kontaktadresse

Dr. Markus Nussbaumer
Zentrale Sprachdienste
Deutsche Sektion
Schweizerische Bundeskanzlei
3003 Bern


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